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Als der Fluchttermin näherkam, hatte seine Heiligkeit am späten Abend des 17. März 1959 im Norden den See überquert, der von 3 Kommandeuren mit ihren Truppen vom Gangkar Dzong, bewacht wurde.
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Die Südufer wurden von den Khampa-Freiwilligen aus Norbulingkha bewacht. So gelangten seine Heiligkeit und eine kleine Begleitung sicher und sanft durch den schwierigsten und gefährlichsten Teil seiner Flucht. Als dann die Chinesen am Morgen des 20. das Bombardement eröffneten, um den Palast und seine Heiligkeit zu zerstören, waren seine Heiligkeit und die Begleiter unterwegs nach Lhuntse Dzong, bewacht von den Freiwilligen Truppen.
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Tausende kamen bei der Bombardierung in Norbulinkha um, aber viele konnten den Kyichu Fluss überqueren und seiner Heiligkeit folgen. Details wurden erzählt und bekannt durch die Seiten von "Mein Land und meine Leute" von seiner Heiligkeit, dem Dalai Lama.
Athar und Lotse, welche 1957 mit dem Fallschirm über dem Samyi in der Lhokha Gegend abgesprungen waren, hielten Kontakt zur Organisation. Sie hatten vorher Kontakt mit Phala, dem Kammermeister seiner Heiligkeit gesucht. Jetzt waren sie Mitglieder der Begleitcrew und hatten die wichte Aufgabe, Washington über den Verlauf der Flucht seiner Heiligkeit zu informieren. Sie dienten als Kommunikationsmittel für den Dalai Lama.
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Mittels verschlüsselter Nachrichten teilte Washington seiner Heiligkeit die Bereitschaft zur Unterstützung mit. Unser Radioteam erhielt ebenfalls den Hinweis, in kleinen Gruppen zu reisen und schnellstmöglichst die Grenze zu erreichen. Aus Lhuntso Dzong übermittelte unser Radioteam, mittels Rs 1, die verschlüsselte Botschaft nach Washington, in der seine Heiligkeit den Premierminister Nehru um Asyl in Indien bat.
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Washington entschlüsselte und sandte die Nachricht wiederum verschlüsselt zur US-Botschaft in New Delhi, welche wiederum die Nachricht entschlüsselte und dem Premierminister überreichte. Die positive Antwort des Premiers wurde auf umgekehrtem Weg zurück an unser Radioteam nach MangMang, einer kleinen Grenzstadt, gesandt. Die Nachricht enthielt auch Informationen über das Empfangskontingent der indischen Offiziere, die Begleitung seiner Heiligkeit am Grenzpfosten in Empfang zu nehmen.
Gemäss den Instruktionen, welche die CIA mittels Radio gesandt hatte, wurde die Begleittruppe seiner Hoheit klein gehalten, damit überfliegende Späher sie nicht zu erkennen vermochten. Zusätzliche Gruppen von Freiwilligen waren entlang der Fluchtroute stationiert, um jeden Angriff durch die chinesischen Truppen sofort abwehren zu können. Die Möglichkeit. dass die chinesische Armee seine Heiligkeit einholen oder abfangen könnte, wurde ebenfalls in Betracht gezogen und entsprechende wurden Massnahmen getroffen. Die Begleittruppen unserer Organisation ermöglichten die sichere Flucht seiner Heiligkeit und der 37 engsten Mitarbeiter. Am 30. März überquerten sie die Grenze zu Indien bei Chu Tangmo, wo sie einen warmen Empfang von dem indischen Begrüssungskomitee erhielten. Unsere Begleiter konnten seiner Heiligkeit Rs 200'000 überreichen, damit die Kosten gedeckt werden konnten, die während der Reise durch Indien anfallen würden. Seine Heiligkeit und die Kabinettmitglieder waren sehr dankbar für diese Spende und überliessen Bargeld der tibetischen Währung als Entgelt.
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Auf diese Weise gelang, dank dem Plan unserer Organisation, die Vereitelung der bösen Absichten der kommunistischen Chinesen. Die Flucht seiner Heiligkeit, oft als dramatischste Flucht des Jahrhunderts beschrieben, spielte sich auf diese Weise ab.
Mit dem Segen seiner Heiligkeit nahmen unsere Freiwilligen Abschied und kehrten zu ihren jeweiligen Posten zurück. Aber an einigen Stellen der Front hatten die Chinesen den Tsangpo-Fluss überqueren können. Unsere Posten wurden attackiert und mussten sich zum Teil zurückziehen.
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In der Zwischenzeit hatten General Gonpo Tashi und seine Freiwilligen von dem Beschuss des Palastes durch die Kommunisten, dem Aufstand in Lhasa und der Flucht seiner Heiligkeit gehört. So verliessen er und seine Truppen Shota Lhosum, überquerten Shargungha, Nabgangla und kämpften sich durch Lharigo, Shonnang und Kongpo, wo Sie mit dem Derge und Amdo Divisionen zusammentrafen. Die neuen Rekruten aus der näheren Umgebung bildeten die Kongpo Division. Die 3. Division sollte später in Frontalangriffe gegen die kommunistischen Chinesen verwickelt werden. Das Regiment bewegte sich über Kongpo Gyadha nach Lhokha. Sie überquerten den Tsongpo bei Lhukhangdu und kamen nach Lhagyari, aber unser Hauptquartier war bereits verschoben worden. In der 2. April-Woche erreichten General Gonpo Tashi und das Regiment Lhuntse Dzong, gleichzeitig hörten sie von Niederlagen und Rückzügen an mehreren strategisch wichtigen Stellen. Die Meldung von der Einahme Tsonas durch den Feind erreichte sie, als das Regiment nach Nyan Jhora kam, einem Brennpunkt. Sie erwägten Tsona zu befreien, die Aussichten auf ein erfolgreiches Gelingen erschienen aber als zu gering, so verwarfen sie die Idee und bewegten sich weiter nordöstlich. Zuerst zum Magola und nach der Überquerung des Magola nach Osten zum Mon-Tawang.
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General Gonpo Tashi wollte vor der Abreise aus Nyon Shora einen Frontalangriff starten, aber seine militärischen Berater überzeugten ihn vom Gegenteil. Die Massenflucht der Tibeter war mittlerweile in vollem Gang. Das Beste was sie jetzt tun konnten, waren die Fluchtwege so sicher wie möglich zu halten. Bis dann General Gonpo Tashi und seine Truppen selber als Flüchtlinge nach Indien gingen.
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Am 21.April 1959 überquerten Mitglieder des Nord- und des Südregiments schwerern Herzens die Grenze bei Magola. Die Freiwilligen aus anderen Grenzgebieten folgten in den nächsten Tagen. Während sie die Grenze überschritten, hatten die Freiwilligen und auch General Gonpo Tashi gemischte Gefühle, zwischen Freude und Traurigkeit. Glücklich waren sie, dass der Dalai Lama sicher nach Indien fliehen konnte und auch dass sie selbst auf sicherem Boden treten konnten ohne den ständigen Angriffen der Chinesen ausgesetzt zu sein. Traurig weil sie ihre geliebte Heimat verlassen mussten und in ein ihnen unbekanntes Land und in eine unbekannte Zukunft blickten, als Flüchtlnge ohne Rang und Namen.
Trotz der enormen Übermacht der Chinesen, zahlenmässig und rüstungsmässig, fügte der Chushi Gangdrug der mächtigen chinesischen Armee grossen Schaden zu.
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