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Unsere Organisation wollte die Guerilla-Aktivitäten aufrechterhalten und auch innerhalb und ausserhalb Tibets den Glauben an ein unabhängiges und freies Tibet am Leben erhalten. Bald nach ihrer Ankunft in Indien machten General Gonpa Tashi und andere Führer Pläne über eine Guerilla-Basis. Neben unseren bisherigen Verbündeten für Kriegsmaterial, dem CIA, erhielten wir eine ähnliche Zusage von der Kuomintang Regierung Taiwans. Herr Tsepak Dorjee, ein ehemaliger Militärpilot der die Republik China vertreten hatte, spendete eine Anzahl Rs. 40'000/- und offerierte weitere Zuwendungen seiner Regierung, falls unsere Organisation dies wünschte.
Die Führer unserer Organisation mussten zwischen diesen zwei Möglichkeiten wählen und entschieden sich für die Zusammenarbeit mit dem CIA. Hauptsächlich weil sie bereits gemeinsame Erfahrungen gesammelt hatten. In Frage kamen vier Standorte in Indien und Nepal. Mustang, an der nördlichen Grenze Nepals, machte schliesslich das Rennen als Guerilla-Basis, weil mehrere Pässe und Routen nach Tibet führten. 1960 wurde die formelle Abmachung der Führer des Chushi Gangdrug in Darjeeling unterzeichnet. Es unterschrieben (1) General Andruk Gonpo Tashi von Lithang, (2) Jago Namgyal Dorjee of Derge, (3) Taopan Rinchen Tsering of Gapa, (4) General Yeshi of Baba, (5) Khachen Chazo of Gyaltham und (6) Kalsang Chozing of Chatting. Zusätzlich zu diesen sechs Original-Unterschriften, kamen später Sadhu Lobsang Hyandak und Chamdo Dortse dazu, die Vereinbarung zu unterzeichnen. Als General der Mustang Guerilla Organisation wurde Baba Gen Yeshi bestimmt.
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Ohne Zeit zu verlieren, entsandte man eine Truppe Späher nach Mustang. Später kamen in kleinen Gruppen die Freiwilligen nach und nach dazu. In Darjeeling wurde ein Rekrutierungsbüro eröffnet. Eine weitere Gruppe von 24 Mann wurde selektiert und nach Colorado, USA, gesandt um ein Training zu absolvieren.
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Die Guerilla Enklave wurde an der nördlichen Grenze Nepals etabliert, unter der Führung von Baba Gen Yeshi als General im Jahre 1960. Die Guerilla-Basis hatte eine ursprüngliche Stärke von 3'000 ausgewählten starken Kämpfern und die Guerilla-Aktivitäten wurden hinter der Grenze von 1960 bis 1974 fortgesetzt.
Sehr zum Bedauern unserer Organisation bekamen unsere drei Anführer von der Ausländer-Aufenthalts-Abteilung in Darjeeling das Aufgebot nach Delhi zu gehen, weil sie "Aktivitäten verfolgten, welche nicht den Interessen Indiens entsprachen". Infolgedessen verliessen die drei, General Gonpo Tashi, Jago Namgyal Dorjee und Sadhu Lobsang Nyandak innerhalb der vorgegebenen Frist Darjeeling, um sich nach Delhi zu begeben. In Delhi wurde ihnen das Verlassen der Hauptstadt während der kommenden 6 Monate untersagt, von Ende 1960 bis Mitte 1961.
Im Verlaufe der verbesserten Beziehungen zwischen China und den USA wurde 1972 die Unterstützung des CIA an die Guerilla-Basis eingestellt.
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Interne Probleme führten dazu, dass 1969 General Gen Yeshi das Kommando entzogen und Gyato Wangdu als befehlender General der Mustang Base eingesetzt wurde. Ende 1973 wurde der Druck der Chinesen auf die nepalesische Regierung, die Guerilla-Base zu schliessen, erhöht. König Brendra erteilte seinen 10'000 königlichen Soldaten den Befehl, die Guerillas zu entwaffnen. Die Guerillas aber bereiteten sich auf einen Krieg gegen die königliche Armee vor.
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Die Situation spitzte sich dramatisch zu, so verfassten Kalsang Kunga, Tashi und Chatting Lobsang Tsultrim im Büro des Luftüberwachungs-Zentrums in Delhi einen Brief an die Guerillas und forderte die Rebellen auf, sich zu ergeben und mit der königlichen Armee zu kooperieren. Die Guerillas aber vermuteten eine List und missachteten das Schreiben. Nun aber sandte seine Heiligkeit persönlich eine Tonbandaufnahme mit der Aufforderung an die Freiheitskämpfer, die Waffen niederzulegen und sich friedvoll zu ergeben. Widerwillig und mit Bedauern folgte die Mehrheit der Rebellen dieser Aufforderung. General Gyato Wandu aber vermutete eine Falschheit der nepalesischen Behörden (was sich später als richtig herausstellen sollte) und flüchtete nach Indien. Er nahm wichtige Dokumente und Bargeld mit sich. General Wangdu und eine kleine Anhängerschaft bewegten sich entlang der Tibet-Nepal Grenze mit dem Ziel, Indien zu erreichen. Sie wurden aber von königlichen nepalesischen Fallschirmjägern abgefangen und im Feuergefecht getötet. Sechs Guerillaführer, welche sich in Pokra den Verantwortlichen ergeben hatten, wurden für 7 Jahre in Kathmandu ins Gefängnis gesteckt. So endeten alle Widerstandsaktivitäten in Mustang im Jahre 1974. Einige Mitglieder des Widerstandes wurden in der Landwirtschaft und in Handwerksbetrieben rehabilitiert, andere traten dem Heer 22 in Indien bei.
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